Abmahnung wegen Nutzung fremder Bilder

Inzwischen ist es allgemein bekannt, dass der illegale Down-oder Upload von Musikdateien, Filmen u.ä. empfindliche Konsequenzen hat.

Ein ganzer Berufszweig von Anwälten und Inkassounternehmen lebt inzwischen von Abmahnungen und Schadensersatzforderungen aus  derartigen Urheberrechtsverletzungen.

Was viele nicht wissen: Es stellt eine ebensolche Urheberrechtsverletzung dar, wenn man fremde Bilder ohne Einwilligung des Rechteinhabers gewerblich, aber auch privat im Internet nutzt.

Dies kann die Einbindung von Herstellerbildern sein, um sie in der eigenen Ebay-Auktion zu verwenden.

Aber auch die Nutzung eines fremden Bildes auf der kleinen, rein privaten Homepage kann zu empfindlichen Sanktionen in Form von Unterlassungs-und Schadensersatzansprüchen führen.

Der Schaden wird hier, ebenso wie bei Musiktiteln, meist nach den Grundsätzen der sogenannten Lizenzanalogie bemessen.

Dabei werden von den sog. Abmahn-Anwälten sehr oft höchst überzogene Berechnungen angestellt.

Ebenfalls viel zu weit gefasst sind die in der Abmahnung beigefügten Unterlassungserklärungen. Hierbei werden den Abgemahnten Schuldanerkenntnisse untergeschoben, gegen die im Nachhinein kaum noch vorgegangen werden kann, auch wenn eine objektive  rechtliche Überprüfung ergibt, dass eine Rechtsverletzung nicht oder zumindest nicht in dem geltend gemachten Umfang vorliegt.

Aus diesen Gründen ist es sehr wichtig, die beigefügte Unterlassungserklärung von einem spezialisierten Anwalt überprüfen zu lassen.

In den meisten Fällen wird Ihnen Ihr Anwalt zur Abgabe einer sog. modifizierten Unterlassungserklärung raten, um eine sehr kostenintensive einstweilige Verfügung gegen Sie zu vermeiden.

Ebenfalls wird er die Schadensersatzforderungen der Gegenpartei sorgfältig prüfen und in den meisten Fällen reduzieren oder gänzlich abwenden können.

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