Schmerzensgeld wegen Veröffentlichung von Nacktfotos?

LG Düsseldorf, Urteil  vom 16.11.2012, Az 12 O 438/10

Das Landgericht Düsseldorf entschied unter oben genanntem Aktenzeichen, dass einem Modell auch dann Schmerzensgeld wegen der Veröffentlichung von Aktaufnahmen in einer Werbebroschüre zusteht, wenn es zuvor  im Rahmen einer Modellaktion in die Aufnahmen eingewilligt hat.

Die Klägerin verklagte ein Museum auf Unterlassung, Ersatz der Anwaltskosten und Schmerzensgeld. Das Modell hatte sich im Rahmen einer Malaktion, die vom Museum initiiert wurde, nackt ablichten lassen. Wenig später musste die junge Frau jedoch feststellen, dass das Museum die dort angefertigten Nacktfotos ohne zuvor ihre Einwilligung einzuholen für seine Werbebroschüre verwendet hatte.

Das LG Düsseldorf gab der Klage statt : Das Museum wurde neben der Erstattung der Anwaltskosten zur Unterlassung sowie zur Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 5.000,- € verurteilt.

Das Schmerzensgeld wurde ausgesprochen, da das Gericht einen äußerst schwerwiegenden Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der Klägerin annahm.
Die Richter gingen  nach der Beweisaufnahme davon aus, dass sie weder  ausdrücklich noch konkludent in die Verwendung der angefertigten Bilder zu Werbezwecken eingewilligt hatte.

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